Die katholische Kirche unterscheidet zwischen lässlichen Sünden und schweren Sünden. Unter lässlichen Sünden
versteht man Sünden, die aufgrund klarer Einsicht, entschuldbarer Sachzwänge oder mangels sachlicher Gewichtigkeit
nicht zum Verlust der heilig machenden Gnade führt. Als schwere Sünden hingegen gelten freiwillige, vorsätzliche
und schwerwiegende Übertretungen der göttlichen Gebote, die einer Abkehr von Gott gleichkommen. Ihr Folgen sind
Ausschluss von der göttlichen Gnade und ewige Verdammnis. Aufgrund dieser unbekömmlichen Aussichten werden
letztere auch Todsünden genannt.
Eine Todsünde ist also eine aus der Praxis der frühen Kirche hervorgegangene Klassifizierung mit der man sündige
Handlungen und sündiges Verhalten bezeichnet, die ewige Verdammnis nach sich ziehen und zu deren Vergebung
übliche Busspraktiken versagen.
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